The End: 2 Tage in 2 Zollämtern

Die Durchquerung des letzten Landes unserer Reise ist bis wenige Kilometer vor Ulan Bator geprägt von unbeschrifteten Abzweigungen, Flussdurchquerungen und unbefestigten Strassen. Letztere sind für unsere Wassermelone und die Eier im Kofferraum nur bedingt geeignet. So müssen wir nach Altai einen unfreiwilligen Wassermelonenstopp einlegen und gleichzeitig die Essenskiste gründlich putzen.

Die Strecke führt uns grösstenteils durch die Wüste Gobi und beschert uns wunderschöne, weite Landschaften und unendliche Stille. Die Campings sind dementsprechend immer ein Highlight! Auf der anderen Seite ist die mongolische Sprache eine Barriere: Nachdem wir in den stan-Ländern jeweils grosszügig Manti (gefüllte Teigtaschen) bestellt haben, ignorieren wir die etwas andere Schreibweise „Mantu“ in der Mongolei. Der Unterschied eines einzelnen Buchstabens erkennen wir, als uns faustgrosse, halbrohe Teigballen vorgesetzt werden, mit denen wir leider nichts anfangen können.

Kurz vor Bayankhongor fahren wir an einen Selbstunfall heran. Ein französischer Töfffahrer, den wir bereits am Zoll kennengelernt haben, ist verunfallt. Wir helfen ihm das Motorrad wieder auf zu stellen und eskortieren ihn mit geringen Tempo ins nächste Dorf, wo sein Kollege auf ihn wartet. Nachdem wir für die beiden ein kleines Hostel gefunden haben, verabschieden wir uns und wünschen ihm gute Besserung.

Nach knapp sieben Wochen und fast 17’000 Kilometern kommen wir am Mittwoch in Ulan Bator an. Wir suchen sogleich das Therapiezentrum auf, wo sowohl die Kinder wie auch die Betreuerinnen einen gespannten Blick auf ihr neues Fahrzeug werfen. Der Empfang ist sehr herzlich, wir werden bekocht und erhalten eine Führung durch die Räumlichkeiten des Therapiezentrums. Nach diesen Begegnungen sind wir uns absolut sicher, einen äusserst sinnvollen und hilfreichen Verwendungszweck unseres Toyota gefunden zu haben!

Die nächsten beiden Tage sind etwas deprimierend. Anstatt die Hauptstadt zu besichtigen verbringen wir beide Tage (vollständig) in den beiden Zollämtern von Ulan Bator. Trotz immenser Vorarbeit und Hilfe von zwei Enerliin Tuuchee-Mitarbeiterinnen gelingt die Zollbefreiung nicht wunschgemäss. Am Freitag Abend ist klar, dass wir eine Importsteuer bezahlen müssen. 

Dieser kleine Rückschlag mindert unsere Freude an der Fahrzeugübergabe aber keineswegs. Die Dankbarkeit der Leute im Therapiezentrum ist unendlich gross und wir möchten uns bei allen Sponsoren und Helfern herzlich für ihr Engagement bedanken.

Zusätzlich möchten wir uns bei Euch, liebe Leser, für Euer Mitlesen und die Comments bedanken. Dank Eurem Feedback haben wir die Gewissheit, die Zeit fürs Schreiben und die WiFi-Suche doch sinnvoll eingesetzt zu haben.

Bald sind wir wieder in der Schweiz – ohne Schnauz und ohne Auto.

Team Moustache.

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