„Now, go to Iran!“

Wir sind begeistert von der Türkei. Die Strassen sind in einem super Zustand, die Leute zuvorkommend und nett, die Landschaft abwechslungsreich und schön und die vielen Polizisten haben uns nie angehalten:-)

Am Dienstag kommen wir ca. 800 km weit und haben somit die erste Hälfte der Türkei durchquert. Zum Zmittag gibt es Köfte (eine Art Kebab) und Ayran (salziges Milchgetränk, das eigentlich nur Laurent schmeckt). Nach der Mahlzeit gibt es im Restaurant jeweils einen kleinen aber starken Tee – der türkische Teemarkt hat definitiv vier neue begeisterte Konsumenten für sich gewonnen.

Je weiter wir uns von Istanbul entfernen, desto unklarer wird uns, ob man in der Türkei auf der rechten oder linken Strassenseite fährt. Die einheimischen Autos, LKWs und Cars nehmen es mit der richtigen Strassenseite nicht sehr genau, geschweige denn mit der Geschwindigkeitsbegrenzung.

Für die Übernachtung fahren wir in der Nähe von Resadiye auf einer Schotterpiste ein paar hundert Meter von der Hauptstrasse weg und finden eine sehr schöne Wiese direkt am Ufer eines kleinen Flusses, der einen Stausee speist. 

Nach einem Apéro (Weisswein und Jazz, viel besser gehts nicht!) schlagen wir die Zelte auf und kochen uns Pasta mit Pesto und gebratenen Schinken. Gleichzeitig bereiten wir uns auf die Einreise in den Iran vor: Eliminierung unserer Wein- und Bierreserven. Es wurde ein langer und fröhlicher Abend…

Der Mittwoch steht nochmals ganz im Zeichen der Türkei. Wir nehmen die zweite Hälfte (ca. 700km) unter die Räder und haben das Ziel, am Abend die iranische Grenze bei Dogubayazit zu erreichen.

Gegen 20 Uhr kommen wir an die iranische Grenze. Vor dem Grenzübergang stauen sich die LKW kilometerweise und wir sind uns der Geschwindigkeit des Grenzprozederes nicht mehr so sicher… Wir passen uns natürlich den lokalen Verkehrsregeln an und überholen die LKW-Schlange auf der Gegenfahrbahn. Am Grenzposten angekommen realisieren wir, dass wir praktisch das einzige Privatauto sind, das über die Grenze will. Ca. 8 türkische Zollbeamte kümmern sich um unsere Ausreiseformalitäten und schicken uns (immer sehr freundlich) von einem Beamtenbüro zum nächsten. Kaum ist alles geregelt, öffnet der türkische Zoll das schwere Metalltor. Dasjenige der iranischen Zollbehörde bleibt aber noch 15 Minuten geschlossen und öffnet sich erst, als der türkische Beamte sich über den Zaun für uns einsetzt. Die beiden Beamten verschiedener Nationen geben sich die Hand und tauschen ein paar Worte. Aussergewöhnlich ist, dass der iranische Beamte dem türkischen aufgrund der Zeitverschiebung 1.5 Stunden voraus ist…

Auch die iranischen Grenzbeamten sind äusserst freundlich zu uns und offerieren uns während der Wartezeit sogar Tee. Das Auto wurde zwei Mal kurz durchsucht (unsere Vorbereitung am Vorabend für den iranischen Grenzübertritt war wichtig und richtig 😉 ) und auch auf dieser Seite der Grenze besuchen wir mehrere Beamten büros (zum Teil mehrfach). Nach ca. 2.5 Stunden sind wir fertig und der Zöllner ruft uns zu: „Now, go to Iran!“

Nach der Grenzüberquerung tauschen wir ein paar Euro in Rial und kaufen uns die obligatorische Haftpflichtversicherung. Nach einem späten Znacht schlafen wir in einem kleinen Hotel an der Grenze in Bazargan, wo der Hotelier uns sogar einen TV für den WM-Halbfinal Holland vs. Argentinien ins Zimmer stellt.

Heute Donnerstag ist unser Ziel Tabriz. Der Tankstellenwart zockte uns ab und verlangte 6 (ja, sechs!) Euro für die Tankfüllung – Wucher 🙂 (PS: in der Türkei kostete uns dasselbe 90 Euro). In Tabriz besuchen wir den Bazar und decken uns mit allerlei Früchten und Gebäcken ein. Um den Ramadan zu respektieren, essen wir unsere Zwischenmahlzeit in einem Hinterhof in der Innenstadt von Tabriz. Hannes merkt an, dass er sich ja schon oft verstecken musste, jedoch noch nie um zu essen ;-). Zu Fuss erkunden wir die Stadt und besuchen die berühmte Blaue Moschee. Die Iraner(innen) sind sehr zuvorkommend und sprechen uns häufig an – wir fühlen uns im Iran super wohl.

Nun befinden wir uns etwas östlich von Tabriz in einem Restaurant und trinken den obligaten Tee, um dann gestärkt einen geeigneten Campingort zu suchen.

Gruss aus dem sehr interessanten Iran,

die Schnäuze

 

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